„Das Tolle am KV ist die Vielseitigkeit“

Salah Addin Al Abbadie brennt für Wirtschaftsthemen – und Reisen. Weil er beides verbinden will, beginnt er im Herbst ein Studium in International Management. Möglich macht ihm dies die KV Highschool der Juventus Schulen. Der 20-jährige Erlenbacher verrät im Interview, wie man sich sein Wunschpraktikum angelt und sich optimal auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.

Herr Salah Addin Al Abbadie, wie geht es Ihnen?
Sehr gut – ich komme gerade aus der mündlichen Prüfung für das Qualifikationsverfahren (QV) der Juventus Highschool.

Und wie lief‘s? Haben Sie ein gutes Gefühl?
Ja – ein sehr gutes Gefühl. Die Prüfung dauerte 30 Minuten. Es gab ein Rollenspiel und ich musste ein Fachgespräch führen. Beides lief sehr gut. Denke ich zumindest. Auf jeden Fall waren es spannende Diskussionen.

Das freut mich. Und jetzt stehen Ihnen nur noch die schriftlichen Prüfungen bevor?
Genau. Die finden Anfang Juni statt. Damit sind die drei Jahre KV Highschool dann abgeschlossen. Dieser Test dauert noch 1.5 Stunden. Also etwas länger. Und es werden alle praktischen Leistungsziele geprüft. Die schulische Abschlussprüfung fand ja schon vor einem Jahr, also vor Praktikumsstart, statt.

Sind Sie bereit – für alles?
Ich denke schon. Wir haben während des Praktikums sechs sogenannte ÜKs, überbetriebliche Kurse. Wenn man in diesen aufpasst und mitmacht, dann ist man recht gut vorbereitet. Die Dozenten machen das super. Die Kurse sind so etwas wie das Bindeglied zwischen Theorie und Praxis.

Sie verbinden also das Wissen aus der Schule mit den Erfahrungen, die Sie im Praktikum machen?
Genau. In den ersten zwei Jahren besucht man ja einfach den Unterricht, lernt viel. Aber halt theoretisch. Und da gibt es natürlich immer wieder Themen und Aufgaben, die einem nicht ganz klar werden. Aber man sollte sich keinen Druck machen: All diese Fragezeichen lösen sich, wenn man im dritten Jahr das Praktikum macht. Dann merkt man, wozu etwas gebraucht wird und wie es in der Praxis abläuft. Die ÜKs nehmen Fragen, die sich im Praktikum stellen, nochmals auf – und gehen noch stärker ins Detail.

In den Kursen aufpassen. Ist das Ihr Tipp für zukünftige Absolventen?
Ja – ich rate jedem dazu, in den überbetriebliche Kursen Notizen zu machen, sich einzubringen in den Unterricht und mit den Dozenten zu sprechen. Das spart sicher einiges an Lernzeit! Ansonsten würde ich mir das Lernen gut einteilen. Abwechslung ist wichtig. Ich gebe auch Nachhilfe – das rate ich da auch immer. Ich finde es besser, sich nur 30 Minuten mit einem Thema zu beschäftigen. Dafür richtig fokussiert. Nach einer Pause kann man sich dann ein neues Thema vornehmen für weitere 30 Minuten.

Haben Sie sonst noch Tipps, wie man das Beste rausholt aus seiner KV Highschool-Zeit?
Man sollte sich frühzeitig Gedanken um sein Praktikum machen. Auch wenn das beim Start der Ausbildung weit weg erscheint. Die Zeit vergeht schnell. Wer sich vorbereitet und dranbleibt, kann sich viel Stress ersparen. 

Wie bereitet man sich denn am besten vor?
Zuerst sollte man sich eine Branche aussuchen, die einem gefällt. Das ist das Tolle am KV – die Ausbildung ist sehr vielseitig. Dann sollte man früh genug Bewerbungen schreiben und versenden. Die besten Stellen sind schnell weg. Und man sollte immer wieder den Kontakt zum Praktikumsbetreuer der Schule aufnehmen.

Haben Sie die Stelle bekommen, die Sie wollten?
Ja, ich hatte Glück. Ich kann mein Praktikum bei der Schweizer Kaderorganisation (SKO) machen. Das gefällt mir. Es ist sehr familiär und ich habe Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche und Abteilungen und deren Aufgaben erhalten.

Da sind Sie jetzt noch einige Wochen. Wie geht es danach weiter?
Ich werde ab Herbst an der ZHAW International Management studieren. Ich freue mich auf die Zeit. Vor allem auch, weil dazu ein Auslandsemester gehört. Ich reise gerne und mag es, neue Leute kennenzulernen. Am liebsten würde ich später in einem internationalen Unternehmen arbeiten, das mir die Möglichkeit gibt, viel zu reisen.

Reisen Sie jetzt schon viel?
Wenn ich kann, ja. Wichtig ist mir auf jeden Fall schon jetzt der Austausch mit den unterschiedlichsten Menschen. Den brauche ich.

Wie pflegen Sie den?
Indem ich mich einbringe. Also, indem ich mich engagiere für Sachen, die mir wichtig sind. Ich will Strukturen gestalten, etwas bewirken. Ich will nicht einfach nur mitmachen.

Das tönt spannend. Wo bringen Sie sich überall ein?
Ich helfe nebenbei als Schiedsrichter aus. Ausserdem bin ich Jugi-Leiter, also ich trainiere Primarschüler in der Jugendriege. Und ich bin Mitglied der Umweltkommission meiner Wohngemeinde. Wir organisieren Events, Aufräumaktionen und vieles mehr.

Toll! Das machen Sie ja alles in Ihrer Freizeit – neben Schule, Praktikum oder später Studium. Ist das nicht zeitintensiv?
Ja, das mache ich in meiner Freizeit. Und auch wenn es manchmal streng ist: Es ist mir wichtig, diese Zeit zu investieren und mich einzubringen. Ausserdem machen mir alle meine Aktivitäten Spass.

Das ist das Wichtigste. Was war eigentlich Ihr Berufswunsch als Kind?
Als Kind wollte ich Polizist werden. Später habe ich dann das mathematisch- naturwissenschaftliche Gymnasium besucht. Ich habe jedoch gemerkt, dass Naturwissenschaften nicht so mein Ding sind. Aber alles, was sich um Wirtschaft drehte, hat mich fasziniert und gepackt. So bin ich dann auf die KV Highschool der Juventus gestossen.

Dann scheinen Sie Ihren Weg gefunden zu haben. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen für die letzte Prüfung und danken für das Gespräch.